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September 10, 2023

Kaiserlich Shoppen wie Sisi und Franz - Städtereise nach Wien


Die ehemalige Kaiserstadt ist eine faszinierende Metropole mit reicher Geschichte, beeindruckender Architektur, hochkarätigem Kulturangebot, gigantischen Shopping-Möglichkeiten, köstlicher Kulinarik und nicht zuletzt dem unvergleichlichen Charme der Wiener*Innen. Kein Wunder wird die Perle an der Donau seit vielen Jahren vom The Economist immer wieder zur «lebenswertesten Stadt der Welt» gekürt!

In diesem Jahr erinnert Wien zudem an die spektakuläre Weltausstellung 1873, die die Stadt vor 150 Jahren zur angesehenen Weltmetropole machte. Anlässlich dieses Jubiläums stehen 2023 zahlreiche Ausstellungen in bekannten Wiener Museen sowie spektakuläre Neueröffnungen bzw. Wiedereröffnungen auf der Agenda. 

© WienTourismus Christian Stemper 

Viele gute Gründe, der bezaubernden Stadt dieses Jahr einen Besuch abzustatten: Für Home & Art Magazine war Karin Storz vor Ort und nimmt uns auf eine Tour zu den k.u.k. Hoflieferanten mit.  

Vienna is calling

Auf den Spuren der k.u.k. Hoflieferanten

Der Titel «k.u.k. Hoflieferant» war eine besondere Auszeichnung, die während der Habsburger Herrschaft ausschliesslich an ausgewählte Geschäfte und Händler verliehen wurde. Die Unternehmen mussten zahlreiche Kriterien erfüllen, um diesen exklusiven Titel zu erhalten. Dazu gehörte eine langjährige Geschichte, hervorragende Qualität ihrer Produkte oder Dienstleistungen, finanzielle Stabilität und eine herausragende Reputation. Die Palette der k.u.k. Hoflieferanten war breit gefächert und umfasste Branchen wie Modehäuser, Schuhmacher, Juweliere, Restaurants, Konditoreien, Weinhandlungen und vieles mehr. Auch nach dem Zusammenbruch der Habsburgermonarchie im Ersten Weltkrieg blieb die Erinnerung an diese einzigartige Auszeichnung erhalten, und so existieren einige der ehemaligen k.u.k. Hoflieferanten auch heute noch. Diese traditionsreichen Unternehmen sind erkennbar durch das glänzende Geschäftsschild mit dem kaiserlichen Doppeladler.

Vier Luxus-Geschäfte aus dieser Zeit,
die alle in der Wiener Innenstadt liegen  

Den Anfang macht der Massschuh-Hersteller Scheer, ehemaliger k.u.k Hof- und Kammerschuhmacher, der seit 1816 und seit sieben Generationen Massschuhe von Hand anfertigt. Bei Eintritt in den schmucken Laden begibt man sich auf eine Reise in die Vergangenheit ... denn überall erinnern Werkzeuge, alte Leisten, Schuhmodelle und vieles mehr an historische Zeiten. Kunden aus aller Welt schätzen das einzigartige orthopädische Wissen und vor allem das handwerkliche Können von Geschäftsführer Markus Scheer und seinem Team. Ob Stiefel, Stiefeletten, Halbschuhe, Bergschuhe, Slipper, Sneaker, Golfschuhe, Ballerinas, Stöckelschuhe oder Sandalen – maximal 300 Paar massgefertigte Schuhe für Damen bzw. Herren verlassen jedes Jahr die geschichtsträchtigen Räume. Seit einigen Jahren werden auch Accessoires wie Gürtel, Taschen, Etuis, Schlüsselanhänger etc. angeboten.  www.scheer.at 

© Peter Rigaud / Geschäft Scheer Wien

© Peter Rigaud / Geschäft Scheer Wien
Feinste Bettwäsche mit Monogramm

Nur 100m weiter befindet sich das traditionelle Wäscheausstattungs-Geschäft «Zur Schwäbischen Jungfrau» – 1720 gegründet von einem eingewanderten Schwaben mit drei hübschen Töchtern. Beim Betreten des Geschäfts taucht man in eine elegante und nostalgische Atmosphäre ein, die von antiken Möbeln, prächtigen Kronleuchtern und opulenten Stoffen geprägt ist. Hier wird beispielsweise hochwertige Tischwäsche sowie Bettwäsche aus Leinen, Baumwolle oder Damast in vielen Farben, mit Spitze, handgewoben, bestickt, bedruckt oder auch handbemalt nach den individuellen Wünschen der Kunden hergestellt. Übrigens schon Kaiserin Sisi träumte in dieser speziell für sie angefertigten Bettwäsche. Heute schätzen auch Scheichs und ihre Familien die im hauseigenen Atelier massgeschneiderte Wäsche mit ihrem persönlichen Monogramm. In einer Welt, die von Massenproduktion und schnellen Trends geprägt ist, bleibt die «Schwäbische Jungfrau» ein leuchtendes Beispiel für die Schönheit und den Wert traditioneller Handwerkskunst, die die Zeit überdauert.  www.zsj.at    

Der nächste Tipp liegt in der Kärntnerstrasse und ist in aller Welt bekannt: J. & L. Lobmeyr Aber bevor wir in die wunderschöne Kristallwelt eintauchen, gibt es einen Besuch in der bekannten Conditorei Sluka, welche sich ebenfalls in der Kärntnerstrasse befindet. Seit über 130 Jahren verwöhnt die Conditorei Sluka seine Gäste mit Leckereien, wie die Sluka Torte, Petits fours oder die Zitronenschaumtorte. Dieses Altwiener Kaffeehaus lädt zum Schlemmern und zum Verweilen ein. Gestärkt geht es dann weiter zu J. & L. Lobmeyr.

 Glanz & Glamour - 200 Jahre Lobmeyr

1823 gegründet steht der Name «Lobmeyr» seit zwei Jahrhunderten und in sechster Generation für herausragende Glaskunst, innovative Kreationen, zeitlose Eleganz, meisterhafte Handwerkskunst und unvergleichliche Qualität. Das Angebot von Lobmeyr ist vielfältig und reicht von wunderschönen Spiegeln mit kunstvoll geschliffenen Rahmen, handgefertigten Kristallgläsern und Trinkgefässen bis zu diversen Accessoires.

Übrigens: Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums wurde die Schweizer Künstlerin Nives Widauer von J. & L. Lobmeyr beauftragt, den Deckelpokal neu zu interpretieren. Es entstanden die «sieben Pokale der Menschlichkeit», deren Gravuren je eine positive menschliche Eigenschaft symbolisieren: Mut, Respekt, Verantwortung, Einfühlungsvermögen, Neugierde, Achtsamkeit und Widerstandsfähigkeit.

© WienTourismus Paul Bauer

Ein Staatsgeschenk Österreichs an die USA 

Die eindrucksvollsten Werke der Glaskunst von Lobmeyr sind jedoch die prachtvollen Lüster – die in zahlreichen luxuriösen Palästen, Opernhäusern, Hotels und historischen Gebäuden funkeln. Ein berühmtes Exemplar – der sogenannte Starburst oder MET-Kronleuchter – begeistert mit seinem futuristischen Design und seinen sechs Metern Durchmesser die Besucher des Metropolitan Opera House in New York. Kleinere Exemplare davon sind mittlerweile Bestseller und werden in alle Länder der Welt versandt. www.lobmeyr.at   

© WienTourismus Paul Bauer

Hof- u. Kammerjuwelier u. Goldschmied A.E.Köchert

Den Abschluss unserer Tour macht der k.u.k Hof- u. Kammerjuwelier u. Goldschmied A.E.Köchert. Seit seiner Gründung im Jahr 1814 zählt das mittlerweile in sechster Generation tätige Familienunternehmen zu den renommiertesten Juwelieren Österreichs und schliesslich zu einem der führenden Juwelierhäuser Europas. Schon im Jahr 1831 erhielt das Unternehmen das Privileg, das österreichische Kaiserhaus zu beliefern. 1849 ernennt Kaiser Franz Joseph I. Köchert zu seinem persönlichen Juwelier – dem Kaiserlich-Königlichen Hof- und Kammerjuwelier. Die exquisite Juwelierkunst aus den edelsten Materialen begeistern Aristokraten und noble Bürgerfamilien aus ganz Europa, die den kreativen Goldschmieden zahlreiche lukrative Aufträge erteilen.

© WienTourismus Paul Bauer

Die Sisi-Sterne – die vielleicht berühmtesten Schmuckstücke Österreichs

Inspiriert durch eine Opernaufführung der Zauberflöte von Mozart, in der die Königin der Nacht ein mit Sternen übersätes Kostüm trug, bestellte Kaiser Franz Joseph II. bei Alexander Emanuel Köchert eine Kollektion von 27 funkelnden Sternen, die er seiner geliebten Gattin zum ersten Hochzeitstag schenkte. Dank Franz Xaver Winterhalters sensationellem Gemälde der jungen Kaiserin wurden die Sterne dann zum vielleicht berühmtesten Schmuckstück Österreichs. Noch heute fertigt das Köchert nach den Original-Zeichnungen Sisi-Sterne in verschiedenen Grössen und Preisklassen, als Ohrstecker, Broschen oder Haarnadeln. www.koechert.com 

Bild Links © WienTourismus Paul Bauer  /  Rechts fotografiert von Karin Storz

© WienTourismus Paul Bauer


*Pressereise Wien 2023 - www.wien.info

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