35 Grad, strahlende Sonne und ein Campus voller Ideen, die Mode Suisse kehrt zu ihren Wurzeln zurück und zeigt, was Schweizer Modedesign 2026 ausmacht.
Mit Temperaturen von 35 Grad und strahlendem Sonnenschein zog es die Schweizer Modeszene am 22. Juni auf den Campus der F+F Schule für Kunst und Design in Zürich. Ein Ort, an dem Kreativität täglich gelehrt und gelebt wird.
Seit Jahren gilt die Mode Suisse als eine der wichtigsten Plattformen für unabhängige Designerinnen und Designer des Landes. Auch die Ausgabe 2026 machte deutlich, dass es hier nicht in erster Linie um tragbare Alltagsmode geht, sondern um Ideen, Experimente und die Frage, wie Kleidung Geschichten erzählen kann. In zwei Runway-Shows präsentierten etablierte Labels, Nachwuchstalente und renommierte Ausbildungsstätten ihre neuesten Kollektionen und verwandelten den Laufsteg in eine Bühne zwischen Handwerk und Kunst.
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| Louis Origine und Christina Seewald |
Besonders eindrücklich eröffnete Louis Origine den Abend. Die Inszenierung erinnerte an ein Schattentheater: Ein Model mit einer Laterne führte in die Kollektion Ombre ein. Es ist eine poetische Auseinandersetzung mit Erinnerung, Vergänglichkeit und Transformation, inspiriert von der Suche des Philosophen Diogenes nach dem „Menschen“.
Auch Christina Seewald zeigte eine unverwechselbare Handschrift. Transparente Schichten, sichtbare Nähte und bewusst unvollendete Details verliehen ihren Strickarbeiten eine fast skulpturale Leichtigkeit und unterstrichen den experimentellen Charakter ihrer Entwürfe.
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| amorphose und Rework |
Viele der präsentierten Looks bewegten sich bewusst an der Grenze zwischen Mode und Kunstobjekt. Das galt ebenso für die skulpturalen Silhouetten von amorphose wie für die Neuinterpretationen von Vintage-Stücken bei REWORK Premium oder die körperbetonten Kreationen von Adam Brody.
Designer Tim Dénervaud wiederum griff Erinnerungen an die Schweizer Bergwelt auf und übersetzte sie in eine zeitgenössische Designsprache, während die Studierenden der F+F Schule zeigten, wie vielfältig und mutig der kreative Nachwuchs in der Schweiz arbeitet.
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| Doing Fashion und Adam Brody |
Gerade diese Mischung machte den Reiz der Veranstaltung aus. Statt Trends zu diktieren oder kommerzielle Kollektionen in den Vordergrund zu stellen, versteht sich die Mode Suisse als Labor für neue Ideen. Der Laufsteg wird zum Ort des Dialogs, an dem kulturelle Identität, Nachhaltigkeit, Handwerkskunst und persönliche Geschichten aufeinandertreffen.
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| Denervaud und Arwen-Aylin Andenmatten |
Wer eine klassische Modenschau erwartet hatte, wurde überrascht. Wer jedoch offen für kreative Perspektiven war, erhielt einen spannenden Einblick in die Vielfalt des zeitgenössischen Schweizer Modedesigns und in eine Szene, die zeigt, dass Innovation oft dort entsteht, wo Tragbarkeit in den Hintergrund tritt und die künstlerische Vision den Ton angibt.
«Der Laufsteg wird zum Ort des Dialogs, an dem kulturelle Identität, Nachhaltigkeit und persönliche Geschichten aufeinandertreffen.»
Mode Suisse 2026



