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April 18, 2016

Assets - Börsenregeln im Kleiderschrank



Als Ex-Private Bankerin ziehe ich gerne parallelen vom Portfolio zum Kleiderschrank und sehe den Inhalt auch als Investition, welcher im Wert steigen kann oder auch fallen. Mein Spruch lautet dann auch immer:

«Ein Kleiderschrank ist wie ein Portfolio,
von Zeit zu Zeit sollte man seine Assets durchgehen und prüfen.»

Für Ladies, die nicht aus der Finanzbranche kommen, ist das vielleicht ein wenig seltsam. Ich werde es erklären, damit ihr euren Kleiderschrank ab heute in einem ganz anderen Licht seht und wenn ihr in Zukunft eine Boutique besucht, werdet ihr euch fragen: Ist dieses schöne Stück ein Investment oder doch nicht...?

In einem Portfolio gibt es verschiedenen Positionen und man legt sich eine Anlagestrategie zu, die man als 'Klassisch' oder 'Ausgewogen' bezeichnet oder 'Dynamisch'. In eurem persönlichen Kleiderschrank findet man genau das auch. Das 'Klassische', welches eher teuer ist, aber zeitlos. Das 'Ausgewogen' für jeden Tag, welches modern ist, aber nicht zu trendig und das 'Dynamische', welches trendig ist und oft ein Schnäppchen war, bei welchem man sofort zu greifen musste, dass sich dann leider zu einem späteren Zeitpunkt als Fehlinvestition oder auch Schrankleiche herausstellte.

Diese Assets (Aktien = Kleidungsstücke) muss man von Zeit zu Zeit überprüfen d.h. jede Position durchgehen und schauen, ob man sich von dem ein oder anderen verabschieden sollte. In der Welt des Trading gibt es sogenannte Börsenregeln von bekannten Börsen-Gurus. 4 bekannte Börsenregeln habe ich in Kleiderschrankregeln umgewandelt ;- )

«Sell in May and go away» ist eine der bekanntesten Börsenweisheit plus dem  Nachsatz, der die Weisheit komplettiert: «But don’t forget to come back in September.» Okay, übersetzt heisst das - letzter Zeitpunkt zum Entrümpeln eures Kleiderschrankes für die Sommersaison, denn im September steht die neue Kollektion schon vor der Tür.

«Aktien kaufen und zehn Jahre lang nicht mehr hinschauen». Heisst: Euer Kleiderschrank ist zum Bersten voll und braucht eine Überprüfung und ein Lifting.

«The Trend is your friend» Heisst: Ihr lässt euch von Trends und Stimmungen leiten.

Zu guter Letzt: Kommen wir zurück zu den Assets im Kleiderschrank, die im Wert zu nehmen können, dies wären zum Beispiel bestimmte Marken im Luxury Bereich, die keinen Ausverkauf veranstalten und das wäre dann in der Börsensprache: «Günstig Einkaufen und teuer Verkaufen» Bei diesen Stücken macht ihr Gewinn!


Die Börse, wie auch die Mode ist von launischer Natur: Mal reagiert sie übertrieben, mal bleibt sie ungerührt und egal welche Strategie ihr verfolgt, denkt daran, manchmal ist weniger mehr und Qualität vor Quantität. Übrigens «Aktien im Sinkflug» nennt man die Kleidungsstücke, welche beim Verlassen des Geschäftes schon 50% an Wert verloren haben, bevor ihr diese je getragen habt... somit Happy Trading!

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